Mittlerweile sind sie der Hardware-Standard des Mobilfunkmarktes: Foto-Handys. Wo Telefone anfangs lediglich zum Telefonieren und SMS-Schreiben gedacht waren, sind sie mittlerweile kleine Technik-Wunder. Und eine jener technischen Eigenschaften ist genannte Digitalkamera. Wo die ersten Multimedia-Handys lediglich mit einer optionalen Kamera, welche meist bei Bedarf angesteckt werden musste, ausgeliefert wurden, ist es mittlerweile Standard, dass die digitalen Aufnahmegeräte fester und integrierter Bestandteil der mobilen Telefone sind. Neben dieser Größenentwicklung vom sperrigen Zusatzgerät hin zur unauffälligen und meist abdeckbaren Fotolinse hat sich natürlich auch entsprechend viel im Bereich der Leistungsfähigkeit getan. Foto-Handys, die Bilder in einer maximalen Auflösung von 352×288 Pixel schossen, gehören längst der Vergangenheit an. Über VGA als zwischenzeitlichen Standard, bis hin zu aktuell mehreren Megapixeln können die Allround-Geräte mittlerweile fast problemlos mit durchschnittlichen Digitalkameras mithalten.

Stärkste Vertreter auf dem umkämpften Hardware-Markt sind natürlich Nokia und Sony-Ericsson; Motorola, Samsung, LG und Co. bieten allerdings auch erfolgreich eine ganze Reihe von Modellen mit integrierter Digitalkamera an. Besonderen Wert auf die Kameraleistung und -Qualität legt Nokia bei seiner verhältnismäßig neuen N-Series. Fast alle Modelle entstehen hier in Zusammenarbeit mit dem Traditionsunternehmen im Bereich Feinmechanik und Optik Carl Zeiss. Ihr derzeit leistungsfähigstes Modell in Sachen Digitalkamera schicken die Finnen mit dem N95 ins Rennen, welches durch eine maximale Fotoauflösung von 5.0 Megapixeln von sich zu überzeugen weiß. Und auch bei der Videoqualität wird nicht gespart: VGA-Auflösung ist seit dem N95 keine Seltenheit mehr. Autofokus, Blitzlichtfunktion, Makro-Einstellungen und einige weitere Zusatzeigenschaften ermöglichen dabei unter fast jedem Umstand hochwertige Fotos. Zusätzlich zur beeindruckenden Kamera weiß das N95 aber auch noch in anderen Bereichen zu beeindrucken: UMTS-Broadband, W-LAN, ein integriertes GPS-Modul, ausführliche Mediaplayer-Elemente und ein ausgezeichnetes Display machen das N95 zu einem der derzeit am besten ausgestatteten Mobiltelefone überhaupt.

Damit in Konkurrenz zu treten versucht Sony-Ericsson mit seinem neuen Flaggschiff-Modell K850i.Ebenfalls mit einer ausgezeichneten 5.0 Megapixel-Kamera ausgestattet, könnte dieser Versuch durchaus gelingen. Denn trotz eines etwas kleineren und weniger hochauflösenden Displays, sowie fehlendem GPS-Modul und W-LAN, kann das neue Modell insbesondere durch Xenon-Blitzlicht punkten. Dadurch können Fotos ähnlich einer „herkömmlichen“ Digitalkamera auch bei noch so schlechter Beleuchtung mit ansprechender Qualität erzeugt werden. Wie das direkte Konkurrenzprodukt von Nokia ist das K850i dabei auch mit UMTS-Broadband ausgestattet, sodass Hobby-Fotografen zudem noch zügig im Internet surfen können. Derzeit sind das Nokia N95 und das Sony Ericsson K850i allerdings auch die einzigen Vertreter mit einer 5.0 Megapixel-Kamera. Andere Hersteller, wie z. B. Samsung mit dem U700, bieten ihren Kunden maximal Spitzenauflösungen von 3.2 Megapixeln. Dennoch: Sofern diese zumindest mit Autofokus und einer rudimentären Blitzlichtfunktion ausgestattet sind, lassen sich auch damit exzellente Fotos schießen, bei deren Betrachtung klar wird, dass eine eigenständige Digitalkamera mittlerweile fast komplett unnötig geworden ist.

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