Kostenlose Handys ohne Grundgebühr
Seit einiger Zeit herrscht viel Bewegung auf dem Mobilfunkmarkt. Neue Anbieter mit neuen Tarifen und anderen Angeboten strömen auf den Markt und lösen einen Preiskampf aus, der in dieser Form und Intensität noch nie in der deutschen Telekommunikationssparte vorzufinden war. Die Zeiten, in denen nur die großen Netzbetreiber und eventuell einige zusätzliche Konkurrenten in Form von Serviceprovidern um Kundschaft kämpften, ist längst vorbei. Zwar haben die „Großen Vier“ – Vodafone D2, T-Mobile, E-Plus und O2 – noch immer die mit Abstand größte Marktmacht (insbesondere die ersten Beiden), der Nutzer hat mittlerweile allerdings eine weit größere Auswahlmöglichkeit unter diversen Alternativanbietern mit attraktiven Angeboten. Die Trends, um potentielle Kunden zu locken, lauten dabei: kostengünstige bis kostenlose Mobiltelefone und der Wegfall der Grundgebühr. Lassen sich diese beiden Trendrichtungen aber auch vereinen?
Vorab: Augenscheinlich sind beide einander entgegenlaufend. Denn die Faustformel lautete bisher: Je höher die Grundgebühr, desto günstiger die Hardware. Gilt dieser Grundsatz in Anbetracht der zunehmenden Konkurrenz und Vielzahl der unterschiedlichen Angebote noch immer? Bei den Netzbetreibern lässt sich diese Frage sowohl mit einem Ja, als auch mit einem klaren Nein beantworten. Abhängig ist dies nämlich von Begrifflichkeit der „Grundgebühr“. Darunter wird im eigentlichen Sinne (bezogen auf den Mobilfunkmarkt) ein regelmäßiger Fixbetrag, für den dem Kunden der Mobilfunktarif und ein Telefon seiner Wahl bereitgestellt werden, verstanden. Nutzt der Kunde diesen Tarif, entstehen Zusatzkosten. Vor wenigen Jahren stellten die Netzbetreiber ihre Tarifstrukturen allerdings komplett um. Beworben wurden dabei Tarife ohne Grundgebühr in Form von Minutenpaketen. Auch hierbei entrichtet der Nutzer einen regelmäßigen Fixbetrag, erhält für diesen neben der Bereitstellung des Tarifs und der Hardware aber auch eine weitere Gegenleistung, in der Regel Freiminuten. Folge: versteht man unter Grundgebühr den herkömmlichen Betrag, für den man keine Inklusiv-Leistungen erhält, so bieten die Netzbetreiber schon seit einiger Zeit bis zu 0 Euro subventionierte Handys in Verbindung mit Tarifen ohne Grundgebühr.
Fasst man unter Grundgebühr jedoch alle Tarifsysteme zusammen, die allgemein fixe Kosten für den Nutzer verursachen, so würden diese Angebote davon nicht abgedeckt werden. Folglich besteht prinzipiell lediglich eine Möglichkeit, kostenlose Mobiltelefone ohne regelmäßige Grundgebühren zu erwerben: über Internet-Dienstleister. Hier lassen sich diverse Anbieter finden, die ihren potentiellen Kunden kostenlose Handys in Verbindung mit Verträgen ohne Grundgebühr offerieren. Grundsätzlich gestalten sich die Verträge dabei so, dass zwar ein monatlicher Festbetrag in Rechnung gestellt wird, dieser aber 24-mal gutgeschrieben wird. Problem dieser Angebote: Die Unternehmen stellen ihren Kunden kaum Serviceleistungen zur Verfügungen; Anlaufpunkte wie Filialen etc. fehlen gänzlich. Zudem wird dem Nutzer oftmals nur veraltete oder unzuverlässige Hardware geboten.
Fazit: Betracht man die Grundgebühr in ihrer herkömmlichen Begrifflichkeit als Festbetrag ohne Inklusiv-Leistung, so ist es kaum möglich, kostenlos moderne Mobiltelefone in Verbindung mit grundgebührenfreien Verträgen bei zuverlässigen Anbietern zu erhalten. In Anbetracht der Tatsache, dass sämtliche Netzbetreiber und auch die meisten größeren Serviceprovider ihre Telefone durch Minutenpakete subventionieren, die für einen monatlichen Fixbetrag bereits bestimmte Gegenleistungen in Form von Freiminuten erbringen, lassen sich kostenlose Handys ohne Grundgebühr jedoch problemlos bei diesen erwerben.
Tags: handy kostenlos

11. Januar 2008
Kostenlose Handys