Wer einen neuen Handyvertrag machen möchte oder zu einem anderen wechseln will, der hat es schwer. Zahlreiche Anbieter haben jeweils Dutzende verschiedene Angebote. Wie soll man sich in diesem Tarifdschungel noch zurechtfinden? Ein planvolles Vorgehen beim Vergleich von Handytarifen ist in jedem Falle anzuraten. Nur, wenn man die Kriterien kennt, kann man die einzelnen Positionen auch vergleichen.
Im ersten Schritt müssen die Anbieter ausgewählt werden sowie die dazugehörigen Tarife. Überlegen Sie ehrlich, ob Sie bestimmte Präferenzen in Bezug auf Mobilfunkanbieter haben. Das kann die Vorliebe für einen bestimmten Provider sein, bei dem man schon jahrelang Kunde war oder aber für einen Anbieter, dessen Image in der Öffentlichkeit man bewundert. Andersherum sollte man auch notieren, welchen Unternehmen man eher negativ gegenübersteht, beispielsweise weil man negative Erfahrungen damit gemacht hat. Wählen Sie dann die infrage Kommenden aus, es sollten nicht mehr als 8 bis 10 sein. Von diesen werden die günstigsten Tarife ausgesucht, pro Anbieter jeweils einen oder zwei.
Als zweiten Schritt werden die Kriterien festgelegt. Wichtig sind die Grundgebühr, die Anschlussgebühr und der Mindestumsatz. Dazu kommen Minutenpreise für interne Anrufe, ins deutsche Festnetz und in fremde Mobilnetze sowie Preise für SMS und MMS. Ebenfalls vermerkt werden müssen Zusatzkosten wie Mailboxgebühren oder Fixpreise für Minutenpakete.
Als Drittes wird diese Matrix ausgefüllt. Dazu suchen Sie einfach für jeden gelisteten Tarif für jedes Kriterium den jeweiligen Wert heraus. Diese Arbeit kann natürlich etwas langwierig und aufwendig sein, aber sie lohnt sich am Ende. Wenn Sie währenddessen bemerken, dass Tarife wesentlich teurer sind als andere und damit keinesfalls in Frage kommen, können Sie diese schon an der Stelle herausstreichen.
Die Auswertung ist der letzte Schritt, aber auch der Schwierigste. Man kann eine mathematische Bewertung vornehmen. So könnte man für jeden Tarif alle Preise addieren. Der Tarif mit der kleinsten Endsumme wäre der Billigste. Allerdings wären die einzelnen Positionen unterschiedlich gewichtet, da ja zum Beispiel eine Grundgebühr von 14,99 € wesentlich mehr zu Buche schlägt, als ein Minutenpreis von 0,15 €. Am besten wäre es für jedes Kriterium den günstigsten Tarif einzukreisen. Der Vertrag, der dann die meisten Kreise aufweist, ist der vorteilhafteste.
Scheuen Sie den Aufwand, den solch ein Tarifvergleich darstellt, nicht. Er kann sich in barer Münze auszahlen. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, die Sie entweder als Beispiel oder aber als Vorlage verwenden können. Drucken Sie diese aus und ergänzen Sie noch weitere interessante Tarife. So sparen Sie Arbeit, Zeit und eben auch Geld. Wer mehr bezahlt ist eben selber schuld.
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