In Deutschland sind kaum mehr neue Kunden zu gewinnen, deshalb versuchen die Netzbetreiber es über den Preis: Ein Handy mit Vertrag muss billig sein, alles andere spielt beim Nutzer kaum mehr eine Rolle. Sonderoptionen sind zwar interessant, diese dürfen sich aber auch preislich nur in einer gewissen Größenordnung bewegen, sonst sind sie nicht interessant. Beispielsweise für die Nutzung von mobilem Fernsehen ist man hierzulande gerne bereit, etwas zu bezahlen. Allerdings müssen – laut verschiedener Umfragen – die Kosten in einem Bereich von 5 bis maximal 10 Euro pro Monat liegen, sonst verzichtet man auf den Luxus von Immer-dabei-TV.

Im Normalfall dient das Handy als Kommunikationsinstrument mit dem in erster Linie telefoniert wird, dann spielt noch der Versand bzw. Empfang von Kurzmitteilungen (SMS) eine Rolle. Abgeschlagen sind derzeit noch Techniken wie mobiles E-Mail oder Internet, worin allerdings die Netzbetreiber ein großes Potenzial sehen. Die Kunden begeistern sich jedoch mehr für Musik- bzw. Videodienste, die vielfältige Unterhaltung auf das Handy bringen. So gibt es inzwischen verschiedene Verträge, die billig sind und trotzdem beispielsweise die aktuellen Hits aus den Charts als Download zur Verfügung stellen. Die Titel gelangen in einem komprimierten, aber qualitativ hochwertigen Format auf das Mobiltelefon, wo sie entweder über das Headset oder einen Lautsprecher abgespielt werden können. Richtig billig ist ein Handyvertrag, wenn mit dem Gerät wirklich nur telefoniert werden soll. Dann genügt einerseits ein preiswertes Mobiltelefon, das oft im regulären Handel (also als „freies“ Telefon) deutlich weniger als 100 Euro kostet und man aufgrund dieses Preises mit gutem Gewissen zu einem SIM-only Angebot eines Providers greifen kann.

Hier entfällt die Stützung beim Handykauf und man bekommt besonders interessante Konditionen beim Vertragsabschluss. Immerhin verdient der Telekom-Anbieter vom ersten Augenblick an und muss nicht über die Tarife auch noch das zur Verfügung gestellte Handy finanzieren. Übrigens: Besonders billig sind in letzter Zeit die neuen Anbieter, die nicht nur das Telefonieren per Handy über das GSM-Netz anbieten, sondern WLAN-Verbindungen ermöglichen. Hier handelt es sich also um VoIP, was gerade bei Ferngesprächen enorme Einsparungen ermöglicht. Dafür braucht man aber ein entsprechend ausgestattetes Mobiltelefon, was sich in vielen Fällen nur für Menschen rentiert, die tatsächlich auf eine große Anzahl von aktiv gesprochenen Minuten kommen.

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