Mannesmann Mobilfunk trat im Jahr 1992 mit dem D2-Netz in den Markt ein. Spezielle Handys waren hier nötig, denn die digitale Übertragung funktioniert grundsätzlich anders als die zuvor beim C-Netz verwendete analoge. Später wurde aus dem Unternehmen die Firma Vodafone, der erste und größte Konkurrent des von der Telekom betriebenen D1-Netzes.
D2 startete in einigen Ballungszentren mit rund 200 Sendestationen und deckte zunächst Großstädte wie Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart ab, Ende 1992 konnte bereits 80 Prozent der deutschen Bevölkerung theoretisch mit D2 telefonieren. Die ersten D2-Handys (etwa von Motorola) wurden noch über Elektrohändler verkauft und kosteten knapp 3000 Mark. Diese konnten zunächst nur zum Telefonieren eingesetzt werden und verfügten über einen (nach heutigen Maßstäben) sehr schwachen Akku, sogar Geräte mit normalen Batterien wurden am Beginn der D2-Ära vorübergehen eingesetzt. Der Kunde musste sich die passende SIM-Karte dann getrennt beim Mobilfunkunternehmen besorgen. Heute wird der Großteil der Endgeräte direkt über Partner der Netzbetreiber abgesetzt und gleich in Kombination mit einem Nutzungsvertrag bzw. einer Wertkarte abgegeben.
D2 Handys sind Mobiltelefone, die im 900 MHz-Frequenzband senden und über unzählige Funktionen verfügen: Allerdings ist das D-Netz hauptsächlich für die Übertragung von Sprache gedacht, denn heute gibt es mit UMTS oder HDSPA weitaus leistungsfähigere und schnellere Verbindungsmöglichkeiten für den Datentransfer. Nur so wird Videostreaming oder die Nutzung von mobilen Breitbanddiensten möglich. D2 ist allerdings immer noch weit verbreitet, denn für normale Gespräche ist die Netzqualität ausreichend, auch der Versand von Kurzmitteilungen und die Datenübertragung per GPRS funktioniert, wobei hier jedoch mit deutlichen Geschwindigkeitseinbußen im Vergleich zu neueren Techniken zu rechnen ist.
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