T D1 war in Deutschland das erste GSM-Netz und zum Beginn des Dienstes konnte man sein Handy nur in gewissen Regionen bzw. Ballungsräumen verwenden. Innerhalb kürzester Zeit baute jedoch das heutige T-Mobile die Sendeanlagen aus und relativ bald war man praktisch flächendeckend in der Bundesrepublik „auf Empfang“. Bis heute ist T-Mobile mit D1 Marktführer und hat deutlich mehr Kunden als Vodafone, das im D2-Netz funkt. Technisch gesehen gibt es zwischen den zwei D-Netzen in Deutschland keine Unterschiede, auch die beiden E-Netze sind ähnlich.
Wer heute ein D1-Handy braucht, findet dieses natürlich am einfachsten in Form eines subventionierten Modells von T-Mobile. Diese Geräte sind technisch gesehen auf dem neuesten Stand und werden aber zum Schnäppchen-Preis abgegeben. Das ist durch die Kalkulation der Netzbetreiber möglich, die sich pro Kunden einen gewissen Umsatz versprechen und durch diesen die ausgesprochen günstigen Handys finanzieren. Deshalb geht man als Vertragskunde auch eine Bindung von normalerweise 24 Monaten ein. Während dieser Laufzeit ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich. Zusätzlich ist das Handy mit einem SIM-Lock gesperrt, um die Nutzung mit anderen Telefonkarten zu verhindern. Somit soll der Kunde quasi exklusiv an diesen Betreiber (z. B. T-Mobile) gebunden sein. Diese Vorgangsweise ist verständlich, denn das Risiko für den Provider ist groß: Ein modernes Handy kostet – je nach Modell – etwa 200 bis 300 Euro und dieser Betrag muss im Rahmen der Laufzeit wieder finanziert sein. Zwar verdient das Telekom-Unternehmen ja auch durch die Grundgebühr und das Minutenentgelt, allerdings sind die Gewinnmargen heute sehr gering.
Denn jeder Kunde möchte ja zu einem sehr niedrigen Tarif Gespräche führen, der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze wie UMTS oder HSDPA kostet jedoch viel Geld. Beträge, die natürlich ebenfalls vorfinanziert werden müssen. Wer sich also für ein subventioniertes Mobiltelefon entscheidet, kann sich über einen niedrigen Preis freuen. Falls man jedoch zu einem Gerät aus dem regulären Handel greifen möchte oder muss, findet eine enorme Vielfalt, vom günstigen Einsteiger- bis zum exklusiven Luxusmodell. Während sich die Netzbetreiber immer auf wenige Typen festlegen, gibt es in den unzähligen Online- oder Handyshops eine riesige Auswahl. Viele Elektronikkonzerne liefern ihrer Geräte nicht an die Provider aus oder beschränken sich auf ein paar spezielle Modelle. Im freien Handel dagegen gibt es jede Menge Handys, die im D1-Netz verwendbar sind.